Men at WORK

GIANMARIA TESTA – MEN AT WORK

23 Lieder, die eine zwanzigjährige Karriere durchziehen,
eine Doppel-Live-CD die von einer langen Deutschland-Tournée mit außergewöhnlichen Musikern erzählt,
eine Konzert-DVD, die in den Officine Grandi Riparazioni in Turin aufgezeichnet wurde, wo früher Dampflokomotiven repariert wurden.

Titolo_MenATwork

Eine lange Deutschland-Tournée als Quartett im Februar 2012, kurz nach Erscheinen von VITAMIA – zehn Konzerte in zehn Tagen und gleich nach dem ersten, in Zürich am 10. Februar 2012, die Entscheidung, gemeinsam mit dem Tontechniker unseres Vertrauens, Patrick Destandeau, Mitschnitte zu versuchen und so eine Spur zu hinterlassen.
So entsteht dieses Album, das einerseits eine Live-Version von VITAMIA darstellt, als erfahrene Combo, andererseits aber viel mehr ist, weil sich im Programmablauf Lieder aus 20 Jahren finden und neu interpretiert werden, von LE TRAIETTORIE DELLE MONGOLFIERE (hier in einem neuen, sehr effektvollen Arrangement), dem CD-Debüt von Gianmaria Testa, bis zu den Liedern über die moderne Migration von DA QUESTA PARTE DEL MARE. Auch ein unveröffentlichter Titel ist darunter, die Coverversion von Hotel Supramonte von Fabrizio De Andrè und Massimo Bubola, interpretiert von Gianmaria allein, nur Gitarre und Stimme, eine sehr bewegende und intime Version.

Den neun mitgeschnittenen Konzerten vom Februar 2012 folgten dann drei weitere in Österreich (St. Pölten und Graz) und Luxemburg, die genau ein Jahr später, vom 20. bis 22. Februar 2013, aufgezeichnet wurden.
Die Abmischung besorgte Roberto Barillari im Studio von Carlo Miori in Bruino zwischen April und Juni 2013 unter der Leitung von Paola Farinetti und Gianmaria Testa, das Mastering Maurizio Biancani bei Fonoprint in Bologna Ende Juni/Anfang Juli 2013.
Die Produzentin ist Paola Farinetti, der Vertrieb liegt bei Egea Music.

Die beiden CDs bieten auch die Gelegenheit, einige Lieder von Gianmaria wiederzuentdecken, die in ihrer Studioversion auf Alben wie “Montgolfières”, “Altre Latitudini” oder “Extra Muros” erschienen, die derzeit nicht mehr erhältlich sind.

Der Titel “MEN AT WORK” ruft die Baustellen ins Gedächtnis, die regelmäßig die Straßen in Deutschland durchsetzen, erinnert aber auch an das Thema der Arbeit (häufiger der verweigerten oder verlorenen Arbeit), das ein tragender Aspekt der Texte von VITAMIA ist, wie es die Lieder “Cordiali saluti” und “Sottosopra” belegen.

Gianmaria wird von drei großartigen Künstlern begleitet, die auch drei Freunde, drei Weggefährten sind, die zusammen eine neue Sprache, ein Italienisch-Französisch-Spanisch-Englisch erfunden haben, drei “men at work” zusammen mit Gianmaria, dem vierten im Bunde. Es sind Giancarlo Bianchetti, ein Virtuose auf allen Gitarren mit einer sehr persönlichen Note, Nicola Negrini, der mit Leichtigkeit vom Kontrabass zum E-Bass und zur Bass-Ukulele wechselt, und Philippe Garcia, der Franco-Spanier der Gruppe, perfekt auf dem Schlagzeug, träumerisch mit dem Glockenspiel.

Während der Arbeiten an der CD hat sich die Gelegenheit ergeben, auch eine DVD anzugliedern, was durch die Zusammenarbeit mit den Officine Grandi Riparazioni in Turin, wo Gianmaria – bewegt, wie es sich für einen ehemaligen Eisenbahner geziemt – am 3. Juli 2013 ein Konzert gegeben hat, und SKY Arte ermöglicht wurde, das eine eigene Sendung über den Abend ausstrahlen wird. Die DVD enthält viele, aber nicht alle Lieder der beiden CDs, bietet dafür aber auch andere, die sich nicht darauf befinden wie “20 mila Leghe (in fondo al mare)” oder “L’automobile”. Der Regisseur der DVD ist Duccio Cimatti.

MenATwork

[blockquote align=”” cite=”Gianmaria Testa” color=”” bcolor=”” ]

Es gibt keinen Zoll mehr am Brenner, die Grenze bleibt.
Die Alpen bilden eine größere Barriere als in den Abkommen vorgesehen.
Und eine Grenze behalten wir auch in uns, jeder seine eigene, auf den Kilometern, die unter den Reifen unseres Neunsitzers dahinziehen.

Patrick spricht Englisch mit den anderen und Französisch mit mir, weil ich kein Englisch verstehe. Philippe antwortet ihm auf Englisch, aber mit uns übt er ein farbenreiches eingespanischtes Italienisch. Nicola und Giancarlo haben einen Emilia Romagna-Tonfall, auch wenn sie sich in fremde Sprachen wagen, ich kann gelegentliche Worte auf Piemontesisch nicht unterdrücken.
An den Konzertorten schauen uns die lokalen Techniker während der Proben neugierig an, und ich glaube, sie denken an Babel.
Wir wissen, dass es nicht so ist.
All dieses Herumreisen hat uns eine merkwürdige gemeinsame Sprache geschenkt, die schon Musik ist, bevor wir zu spielen anfangen.
Wir überqueren den Brenner ohne Zollhalt.
Jeder trägt, offen, seine Grenze in sich.

[/blockquote]

Gianmaria Testa

 

[blockquote align=”” cite=”Richard Robert*” color=”” bcolor=”” ]Gesang ist nicht nur Klang: Er ist auch Duft, leicht und unwiderstehlich, gelegentlich sogar obsessiv.
Seine poetische Alchimie gründet sich vor allem auf die intime Wahrheit dessen, der ihn verströmt. Gerät er mit der Luft in Schwingung, wird er angereichert, entzündet sich beim Kontakt mit der Außenwelt, ernährt sich von der Energie derjenigen, die ihm zuhören. Die großen Stimmen, die in unser Inneres dringen und uns nicht mehr verlassen, sind nicht diejenigen, die uns durch technische Finessen überfallen, sondern vielmehr solche, die den höchsten Grad der Menschlichkeit erreicht haben und dadurch von jenem geheimen Weg zwischen der tiefen Seele, die die Stimmen entstehen sieht und der weiten Welt, die sie empfängt, kündet.
So ist die Stimme von Gianmaria Testa.
In dieser delikaten Mischung aus Canzone, Jazz, Latinoklängen oder Rock verströmt seine Stimme einen einzigartigen und aufregenden Duft, in dem sich das Unerwartete, Überraschende mit dem Vertrauten verbindet. Sie zum ersten Mal zu hören, mit den Melodien und Texten, die sie mit sich bringt, ist wie die unerwartete Erfahrung einer Entdeckung, die sich nach einem Déjà-vu anfühlt. Auch wenn man mit dieser Stimme noch nie zuvor zu tun hatte, so ist es doch eine von denen, die man sofort wiedererkennt, so wie man die Stimme eines unbekannten, aber erwarteten Bruders erkennt, eines Bruders, den zu haben man nicht mehr hoffte und der uns unerwartet die süße und intensive Überraschung seines Erscheinens, seiner Existenz schenkt. Erinnern wir uns an unsere erste Begegnung mit Leonard Cohen, Paco Ibañez, Roberto Murolo, Léo Ferré oder João Gilberto. Denken wir daran, wie ihre offene Aufrichtigkeit ohne Filter und Tricks und von geradezu brutaler Schönheit uns buchstäblich umarmt hat. Und wie diese Stimmen uns überzeugt haben, dass es kein großzügigeres Geschenk und keine bessere Haltung gibt als unbeugsam schlicht man selbst zu sein. Gianmaria Testa setzt auf seine Weise diese Tradition fort, man spürt fern, aber doch präsent in ihm die Tradition der Gastfreundschaft und herzlichen Aufnahme, die die Bauern seines heimatlichen Piemonte dem Fremden oder Durchreisenden vorbehalten.
[/blockquote]

RICHARD ROBERT*

 

* Richard Robert, französischer Journalist, war von 1993 bis 2009 Kritiker und Musikberichterstatter für die Zeitschrift “Les inrockuptibles”. Er hat 2011 die Website “L’Oreille Absolue” ins Leben gerufen, die sich mit langen Interviews, Hintergrundberichten und unveröffentlichtem Material der Musik widmet. Nach einer Zusammenarbeit mit dem Festival “Les Tombées de la Nuit” in Rennes, ist er seit 2012 künstlerischer Berater und assistierender Programmgestalter des Festivals “Les Nuits de Fourvière” in Lyon.

 

TECHNISCHE ANGABEN

Produktion: Paola FarinettiProduzioni Fuorivia
Künstlerische Vorproduktion: Paola Farinetti e Gianmaria Testa
Aufnahmen: febbraio 2012 e febbraio 2013 by Patrick Destandeau
Abmischung: ONLY STUDIO di Carlo Miori, BRUINO (Italia) by Roberto Barillari (aprile/maggio 2013)
Mastering presso: Fonoprint, Bologna (Italia) by Maurizio Biancani – assistente di studio Roberto Bartilucci (giugno/luglio 2013)
Grafik: Danilo Manassero
Die Übersetzung ist: Michael Blümke
Übersetzung von Song Lyrics: Irma Krauß

MITGESCHNITTENE KONZERTE

11 Februar 2012 Köln (D) – Gloria Theater

12 Februar 2012 Karlsruhe (D) – Tollhaus

13 Februar 2012 Nürnberg (D) – Tafelhalle

14 Februar 2012 Bremen (D) – Kulturzentrum Schlachthof

15 Februar 2012 Hannover (D) – Kultur- & Kommunikationszentrum Pavillon

16 Februar 2012 Dortmund (D) – Konzerthaus Dortmund

17 Februar 2012 Hamburg (D) – Fabrik

18 Februar 2012 Berlin (D) – Babylon

19 Februar 2012 Dresden (D) – Staatsschauspiel Dresden

20 Februar 2012 Frankfurt (D) – Alte Oper

20 Februar 2013 – Luxembourg (LUX) – Philharmonie Luxembourg – Grand Auditorium

21 Februar 2013 – St. Pölten (A) – Festspielhaus St. Pölten

22 Februar 2013 – Graz (A) – Orpheum Graz

 

DIE LIEDER

Gianmaria Testa


"men AT WORK"


October 14th 2013



Produzioni Fuorivia/Egea/Harmonia Mundi


CD -


CD 1


#TitoloLength
1Die Bahnen der Ballone [play] [video] [lyrics]

Die Bahnen der Ballone

[cincopa AILATT7W6Ns6]
Sie lassen unmerkliche Spuren zurück
die Bahnen der Ballone
und der Mensch der den Himmel betrachtet
entwirrt das Knäuel nicht
erkennt nicht mehr den Anfang
als sie aufgestiegen sind
über Ankerplätzen und Ballast gestartet
befreit von Anker und Ballast
abgeflogen sind

Beim Hinseh’n steh’n sie fast still
Vollmonde am hellen Himmel
und der Mensch der sie betrachtet
ist sich jetzt nicht mehr sicher
ob sie wirklich je aufgestiegen sind
oder aber immer dort waren
ohne Bindung, bunt und so bewegungslos

Auch wir, auch wir
die Augen gegen den Wind zum Himmel gerichtet
haben sie gesucht und verloren
die Spuren ihres Fluges
in den Wolken des Nachmittags
in den Nachmittagen der Städte
aber wer weiß wo alles angefangen hat
wer weiß

Auch wir, auch wir
mit den Händen zum Himmel weisend
haben sie verfolgt und verloren
die Spuren ihres Fluges
auch wir, auch wir
in den Wolken des Nachmittags
in den Nachmittagen der Städte
aber wer weiß wo alles angefangen hat
wer weiß
5:44
2Neu [play] [video] [lyrics]

Neu

[cincopa AECAeT7
Neu wie ein Tag, den es vorher nicht gab,
neu wie der hereinbrechende Abend

neu wie die neue Saison
und neu der Name, der sie rufen wird
neu durchs eingelöste Versprechen
neu die noch unbekannte Stimme,
die es hält und halten wird
neu diese Hand, die dich berührt
neu der Mund, der zu dir sprechen wird

so neu dass ein Geschmack in der Kehle bleibt
neu wie ein Wort, das ich nicht kenne
und neu, wenn ich rufe und du nicht antwortest:
dass ich dich lauter, noch viel lauter
rufen werde
neu wie ein weiteres Mal
für den, der nicht da war und es nicht schon wusste

neu wie das Lied neu ist
für jede Stimme, die es singen wird
so neu dass ein Geschmack in der Kehle bleibt
neu wie das Wort, das ich nicht kenne
und neu, wenn ich rufe und du nicht antwortest:
dass ich dich lauter und immer noch lauter
rufen werde
4:07
3Vertraute Dinge der Liebe [play] [lyrics]

Vertraute Dinge der Liebe

[cincopa AkJAyQrD6lm7]
Als wär er für uns
geht ein neuer Mond auf
und ein weißes Blatt
breitet sich in die Nacht
um wieder beschrieben zu werden
als sei‘s für uns
dann zieht sich die Nacht zurück
verlangt aber Worte
und Zärtlichkeiten
die vertrauten Dinge der Liebe
Du
weißt mir eine Straße zu nennen
eine einsame Straße
die für uns bereit sei
für uns
die wir aus dem Haus kommen
um einer Nacht zu begegnen
die uns distanziert betrachtet
und uns passieren lässt
Du
erfindest sie mir, eine Straße
eine einsame Straße
die richtig sei für uns
für uns
die wir das Haus verlassen
um in der Nacht
eine leere Seite zu stehlen
und wieder zu schreiben
Als wär er für uns
geht ein neuer Mond auf
verlangt aber Worte
und Zärtlichkeiten
die vertrauten Dinge der Liebe
3:30
4Lele [play] [lyrics]

Lele

[cincopa A4NAfQbv6Z57]
Lele betrachtet sich zufrieden
auch wenn alle sie für verloren halten
und der Spiegel, der ihr Gesicht zurückwirft:
nicht einmal er hat sie erkannt

Ihre Mutter arbeitete hart
sie ist gewiss nicht aus Liebe gestorben
an ihren Vater erinnert sie sich nicht
da ist nur ein fernes Gefühl von Groll

Und dann kriegte sie breite Hüften
und vier Mäuler zu stopfen
und auch nachts keine Träume
nur Gespenster, die sie verdrängte
Und jetzt guckt sie sich an und lacht
und ihre Augen verlieren die Farbe
gewiss hätte sie niemals gehofft
dass der Tod ihr den Schmerz nehmen würde
Lele betrachtet sich zufrieden
jetzt, da alle sie für verloren erklären
und der Spiegel, der ihr Gesicht zurückwirft:
nicht einmal er hat sie erkannt
6:35
5Herzliche Grüße [video] [lyrics]

Herzliche Grüße

[cincopa AgBA9S7b6ZP9]
Danke für die Zusammenarbeit
Sie waren ein hoch geschätzter
Mitarbeiter
und nie wird man vergessen
Ihre große Selbstverleugnung
und all die aufgewendete Zeit
zugunsten der Firma
und für immer
können Sie dessen gewiss sein
man wird Ihnen anrechnen
die wertvollen Lehren
den Ernst, dieVielseitigkeit
die große Menschlichkeit
wir waren mehr als Kollegen
wir waren Familie

Teilen Sie mir dann
gütigst mit
wohin der Betrag zu überweisen ist
das, was noch aussteht
an Bezügen
Wir wollten auch eine Party geben
nichts so Besonderes
ein angemessenes Glas Wein zum Abschied
aber wenn man Ihre Reserviertheit kennt
Ihre Abneigung gegen jede
Art und Weise von Verabschiedung
jemand sprach von Arroganz
aber das war nur
weil er Sie nicht wirklich kannte
so haben sie also mich beauftragt
in Anbetracht dessen
dass ich immer
im Betrieb
Ihr engster
Mitarbeiter war

Und machen Sie sich nicht die Umstände vorbeizuschauen
wir werden uns darum kümmern
dass Sie Ihre persönlichen Dinge bekommen
und all das, was Sie
liegen gelassen haben

Ich kann mir kaum ausmalen
was Sie nun alles anfangen können
mit Ihrer Zeit ohne einen Vorgesetzten
Sie haben bestimmt eine Leidenschaft
einen Traum, einen lang gehegten Wunsch
und endlich bietet sich die Gelegenheit
Hand und Herz daran zu hängen
etwas, das noch gestern
eine Illusion schien.
Glauben Sie mir, es ist vielleicht wahr
dass wir alle gleich sind
aber die Leidenschaften sind es
die uns anders und ein bisschen besonders machen

ich sende Ihnen hiermit zur Einsichtnahme
die Abrechnung
zusammen mit meinen freundlichsten
und aufrichtigsten und herzlichsten Grüßen
5:08
6Aquadub [play] [lyrics]

Aquadub

[cincopa A0GAxRLv9dnd]
Überhaupt nichts
auch nicht die Reklame
hier auf meinem Bildschirm
gibt einen Funken der Menschlichkeit wieder,
die ich in einem Kleid
voller Blumen und Karos sah
blau wie das Wasser
eines Aquariums, das ich bekam,
als ich noch klein war
und ich kann mich an nichts mehr erinnern
nur an die blonde Kassiererin
an die fliegenden Fische
und an meine Mutter, die sagt:
nichts anfassen
nichts anfassen
nichts
nichts
2:06
7Kopfunter [play] [lyrics]

Kopfunter

[cincopa AgMACQLJ915d]
Viel stärker als die Erde unter den Füßen
vermisse ich hier die Stimmen und die Stadt
und dann fehlst du mir, die ich nicht mehr sehe
seit ich hier oben bin

Wir stiegen hinauf, bevor die Schicht aus war,
aufs Dach der Fabrik, um zu schauen,
ob wir von hier oben endlich den sehen könnten
der uns entlassen hat
Am ersten Tag ging er fast überstürzt weg
wir oben und die anderen unten waren heftig am Diskutieren
wem gehören denn diese Gesichter auf dem Dach
und was haben sie zu schauen

Dann kam die Streife hereingekurvt
und ein kleiner Junge winkte von einem Balkon.
Bevor es Nacht wurde, hat sich
das Fernsehen aufgebaut

Und nein, nein, ich komme nicht runter
und geh doch du
ins Fernsehen
nein, nein, ich komme nicht runter
mich zieht auch kein
Fernsehen runter

Wie Passanten, wenn es plötzlich regnet,
sich in den Schutz eines Türeingangs drücken,
drängten sich die Leute, die unten waren,
ums Auge der Kamera

- Ich hatte auch einen Verwandten da oben auf dem Dach -
- Meiner Meinung nach ist die Standortverlagerung schuld -
Alle wollten das Mikrofon
um etwas im Fernsehen zu sagen
Und während sich die Dunkelheit in die Straßen senkte,
über die Tore und Geländer von Turin
und auch das Licht auf dem Balkon ausgegangen war
wo dieser kleine Junge war
glaubte ich für einen Moment dich zu sehen
mitten unter den andern da unten, die sich solidarisierten
aber es warst nicht du, und ich bin oben geblieben
oben auf dem Dach, um zu biwakieren

Und nein, nein, ich komme nicht runter
und geh doch du
ins Fernsehen
nein, nein, ich komme nicht runter
mich zieht auch kein
Fernsehen runter
Tage und Nächte sind vergangen seit dem Tag
und in der Straße ist alles wieder wie immer
nur ab und an hebt einer die Augen
und sieht mich schauen

Auch die Gefährten sind gegangen und ich verstehe sie,
es war wirklich nicht leicht zu bleiben
wenn es jemanden gibt, der dich erwartet
wenn du einen hast, dem du erzählen kannst
So beobachte ich jetzt nur noch auf eigene Faust
und es ist mir nicht mehr wichtig hinabzusteigen oder zurückzukehren
und es bedeutet mir auch nichts mehr zu wissen
wer mich entlassen hat
Die Tage vergehen alle gleich und ich zähle sie nicht
man schnürt den nächsten Leuten die Luft ab
was mich betrifft, ich bleibe hier und begnüge mich damit
mit dem Jungen zu reden
3:49
8Achtzehntausend Tage [play] [lyrics]

Achtzehntausend Tage

[cincopa AoDAMR7y9hFe]
Es gab Tage, mein Leben,
da hatte alles einen Namen;
und aus jenen Namen
bediente sich frei so mancher Klang
und Tage, so hell von leuchtenden Worten
dass ich sie dir nicht beschreiben kann
finde sie mir jetzt, mein Leben, finde sie,
bring sie mir hierher
und Tage so hell von strahlenden Fenstern
und neuen Worten
suche sie, mein Leben, suche sie
bring sie mir hierher
Es gab Tage, mein Leben,
da hatte auch der Tag einen Namen
und von diesem Namen schöpfte frei
so manche Hand
und Tage so lang und glühend
dass ich sie dir nicht beschreiben kann
finde sie mir jetzt, mein Leben, finde sie,
bring sie mir hierher
und Tage so lang und glühend
von neuen Worten
suche sie, mein Leben, such sie jetzt,
bring sie mir hierher
4:26
9Kreidestaub [play] [lyrics]

Kreidestaub

[cincopa AEDAJQbz9Fde]
Jeden Morgen lausche ich dem Morgenrot
und am Abend dem Sonnenuntergang
und allem Lärm der entsteht
und dann mache ich für jeden Tag der vergeht
ein Zeichen an eine Mauer
dieser Stadt
denn es ist nicht Zeit die mir fehlt
und auch nicht das Alter.
Jeden Morgen wenn ich weggehe
lasse ich meine Tür offen
falls jemand kommt
und dann streue ich Kreidestaub
auf den Boden des Hauses
für die Schritte die er machen wird
denn wenn eine Tür offen ist
erfährt man‘s früher oder später gewiss

Jeden Abend wenn ich heimkomme
mache ich weiße Spuren
in den Staub der beweist
dass hierher niemals jemand kommen wird
und es also auch heute
nichts Neues gibt
und dann schließe ich meine Tür
für die Nacht und gegen die Kälte die kommt

Jeden Morgen lausche ich dem Morgenrot
und am Abend dem Sonnenuntergang
und allem Lärm der entsteht
und für jeden Tag der vergeht
ritze ich ein Stück Mauer
dieser Stadt
denn es ist nicht Zeit die mir fehlt
und auch nicht das Alter
5:03
10Es ist mir lieber so [play] [lyrics]

Es ist mir lieber so

[cincopa AABA4RLd9hVg]
Es ist mir lieber so
ohne zu viel Lärm
wie wenn jeder für sich
hinter einer Tür steht
und zuguckt wie es aufhört zu regnen

Es ist mir lieber so
ohne was sagen zu können
dass einem eine Liebe wie man weiß
früher oder später genommen wird

Es ist mir lieber so
dass nichts zu machen ist
außer dazusitzen
an irgendeiner Tür
und zuzuseh‘n wie es aufhört zu regnen
4:06
11Das Karussell [play] [video] [lyrics]

Das Karussell

[cincopa A0GA8SL89tLi]
Ich hatte einen merkwürdigen Traum
einen Morgentraum
einen verrückten und wahren Traum
dass ich erwachte und wieder Kind war
und losfuhr, mein Bett war ein Segelschiff

Zur einen Seite das Meer
zur andern fast nichts
und in den Segeln ein Fauchen des Sturms
ich flog über den Hüten der Leute
ich schrie der Welt etwas zu
und die Welt war ein Karussell

Sag du mir ob du mir glaubst
und wenn du mir glaubst, erwarte mich
denn falls ich je zurückkomme
komm ich zu dir zurück

sag du mir, ob du mir glaubst
und falls du mir glaubst, erwarte mich
und wenn ich dann komme
find ich dich schon hier

Das Maul einer Kanone
spie Bälle und Feuer
eine rote Katze saß im Fenster
und verfolgte, als wär‘s ein Spiel,
wie einer nach dem andern vom Karussell fiel

Sie fielen auf die Straße
doch ohne viel Geräusch
wie Blätter im Novemberwind
das Herz der Katze wurde schwer
doch blieb sie im Fenster wie immer

Sag du mir ob du mir glaubst
und falls du mir glaubst, erwarte mich
und wenn ich dann zurückkomme
find ich dich schon hier
3:35

DISCO 1

  • LE TRAIETTORIE DELLE MONGOLFIERE di G. Testa e F. Bertone (Editions Quai N° 3) 5’44’’

  • NUOVO di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 4’07’’

  • DIMESTICHEZZE D’AMOR di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 3’30’’

  • LELE di G. Testa (Editions Quai N° 3) 6’35’’

  • CORDIALI SALUTI di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 5’08’’

  • AQUADUB di G. Testa e P. Garcia (Edizioni Produzioni Fuorivia) 2’06’’

  • SOTTOSOPRA di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 3’49’’

  • 18 MILA GIORNI di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 4’26’’

  • POLVERE DI GESSO di G. Testa (Editions Quai N° 3) 5’03’’

  • PREFERISCO COSI’ di G. Testa (Editions Quai N° 3) 4’06’’

  • LA GIOSTRA di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 3’35’’

Gianmaria Testa


"men AT WORK"


October 14th 2013



Produzioni Fuorivia/Egea/Harmonia Mundi


CD -


CD 2


#TitoloLength
1Hotel Supramonte [play] [lyrics]

Hotel Supramonte

[cincopa AEAAAQL899mi]
Und wenn du zum Hotel Supramonte
gehst und zum Himmel schaust
wirst du eine Frau in Flammen sehen
und einen einsamen Mann
und einen Brief der wahr ist
in der Nacht und verlogen am Tag
und dann Entschuldigungen und Anklagen
und Entschuldigungen und kein Zurück
und nun reist du, lachst, lebst oder bist verloren
mit deiner stillen Ordnung im Herzen
aber wo, wo ist deine Liebe
wo ist deine Liebe geblieben

Dem Himmel sei Dank, ich hab einen Mund
zum Trinken und leicht ist es nicht
dank dir hab ich ein Schiff voll zu schreiben
und einen Zug zu verpassen
und eine Einladung ins Hotel Supramonte,
wo ich den Schnee gesehen habe
auf deinem Körper, so süß vor Hunger
so süß vor Durst
auch diese Station wird vorübergeh‘n
ohne zu schaden
und auch dieser dünne Regen wird
vorübergeh‘n wie der Schmerz vergeht
aber wo, wo ist deine Liebe
wo ist deine Liebe geblieben

Und nun sitz ich auf dem Bett des Waldes,
das inzwischen deinen Namen trägt
und die Zeit ist ein zerstreuter Herr
ist ein Kind, das schläft
doch wenn du aufwachst und Angst hast
gib mir wieder deine Hand
was soll's, wenn ich gefallen bin,
wenn ich weit weg bin
denn morgen wird ein Tag sein
lang und ohne Worte
denn morgen wird ein Tag sein
mit Sonne oder Wolken je nachdem
aber wo, wo ist deine Liebe
wo ist deine Liebe geblieben
5:30
2Lass mich gehn [play] [lyrics]

Lass mich gehn

[cincopa A8EAkQLe9ZYj]
Ich kam nicht um mich zu verabschieden
weil ich ihn nicht kenne
den richtigen Ton für den Abschiedsgruß
und auch nicht die Worte
für die Situation
und wohin die Hände tun
wohin schauen
welche Wand des Zimmers anschauen
ich kam nicht um mich zu verabschieden
Ich kam nicht um mich zu verabschieden
weil ich sie nicht begreife
die rechte Zeit für den Abschiedsgruß
die die Worte findet
und die Distanz überwindet
und dann die Hände befreit
und schauen lässt
von der Wand eines Zimmers aus schauen
ich kam nicht um mich zu verabschieden
Wir kehren nie zurück
in uns‘re Spuren, nie
es wird kein Platz mehr sein
noch nicht mal ein versteckter
in der Vergangenheit
Wir kehren nicht mehr zurück
auch nicht uns zu erinnern
sie kommt stets zu spät
die Stunde des Erinnerns
und nichts dreht die Zeit zurück
lass mich gehn

Ich kam nicht um mich zu verabschieden
wohl kenn ich sie jetzt
die Zeit für den Gruß
und weiß die Worte
für die Situation
und kann die Hände drücken
kann anschau‘n
jede Wand eines Zimmers
anschau‘n
Wir kehren nie zurück
in unsere Spuren, nie
es wird kein Platz mehr sein
noch nicht mal ein versteckter
in der Vergangenheit

Wir kommen nicht mehr zurück
vielleicht noch zum Erinnern
doch kommt sie stets zu spät
die Stunde des Erinnerns
und nichts dreht die Zeit zurück
lass mich gehen
4:49
33 /4 [play] [lyrics]

3 /4

[cincopa AUFAtQb69Vak]
Ich wollte für dich festhalten
den Nachmittagsmond
für dich wollte ich ihn anhalten
weil er einzig ist, wie der Mut einzig ist
ich wollte für dich festhalten
das erste Tageslicht
und ich wollte für dich auch
die Erwartung, die in Erfüllung geht
und ich wollte für dich festhalten
die echteste unter allen Rosen
für dich wollte ich sie haben
wie alles andere
wie alles andere

Ich wollte für dich festhalten
eine einzige der vielen Jahreszeiten
aber ich wollte, dass sie für dich sei
für dich allein und alle anderen wären ausgeschlossen
und ich wollte für dich noch
den letzten angehaltenen Atem
ich wollte für dich festhalten
dieses Feuer, das entzündet ist
dieses Feuer, das brennt

Ich wollte für dich festhalten
den Nachmittagsmond
für dich wollte ich ihn anhalten
weil er einzig ist, wie der Mut einzig ist
und ich wollte für dich festhalten
die echteste unter allen Rosen
für dich wollte ich sie haben
wie alles andere
wie alles andere
wie alles andere
5:23
4Säleute [play] [lyrics]

Säleute

[cincopa AQHA0T7F9hkm]
Sie kamen an, als es Tag wurde
Männer und Frauen im Hochland
mit langsamem Schritt, schweigend, achtsam,
Säleute
und haben gesucht, was es nicht gab
zwischen Müllhalde und Eisenbahn
und haben gesucht, was es nicht gab
hinter den Brillengläsern der Polizei
und haben mit Händen und Augen
in den Wind gesprochen, bevor sie gegangen sind
zur Straße und von der Nacht umgeben
sind sie im Hochland angekommen
Männer und Frauen mit versunkenem Blick
Säleute
und haben überlassen, was es gar nicht gab
der Müllhalde und der Eisenbahn
und haben überlassen, was es gar nicht gab
den wässrigen Augen der Polizei
und haben die Hände ausgestreckt
gegen den Wind, der sie wegtrug
4:15
5Einwanderer [play] [lyrics]

Einwanderer

[cincopa A4AA8SrR9t4m]
Dabei kannten wir ihn doch auch
den Geruch der Laderäume
die Bitternis des Weggehens
auch die kannten wir.
Und eine Sprache zu verlernen
und eine andere in Eile zu erlernen
noch vor dem Fahrradfahren:
das kannten wir auch
und den Dampf des Atems an den Schaufenstern
die laue Wärme des Brotes
und die Scham der Zurückweisung.
Wir kannten auch das:
dies stumme Schauen

Und wir kannten die Geduld
dessen, der sich nicht aufhalten darf
und die heilige Nächstenliebe
des heiligen Schenkens.
Sie kannten wir auch
die Farbe der Kränkung
und ein kümmerliches Wohnen,
das nie ein Heim wird
und den Dampf des Atems an den Schaufenstern
die laue Wärme des Brotes
und die Scham der Zurückweisung.
Wir kannten auch das:
dies stumme Schauen
5:18
6Wie die Wellen des Meeres [play] [lyrics]

Wie die Wellen des Meeres

[cincopa AQJAGT7g9xCq]
Aber manche unserer Abende haben eine Farbe
die du nicht benennen könntest
schwebend zw.Himmelblau und Amarant-Rot
und sie schwingen in einem Rhythmus so langsam, langsam
und wir, die wir sie erwarten,
wir kennen sie als Gefangene
wie die Wellen des Meeres
wie die Sterne des Meeres

Sie verändern sich und verzaubern uns,
die Stunden bestimmter Abende
und wissen vom Aufbruch und vom Sonnenuntergang und vom langsamen,
langsamen Überfliegen
aber wir, die wir sie als Gefangene kennen
können sie nicht befreien
wie etwa die Wellen aus dem Meer
wie die Sterne aus dem Meer
2:33
7Die Frauen in den Bahnhöfen [play] [lyrics]

Die Frauen in den Bahnhöfen

[cincopa AoKALTr-9p2q]
Die Frauen in den Bahnhöfen
die Frauen – es gibt immer einen, der auf sie wartet
und wenn der Zug kommt, ist er schon da
und schwenkt die Hände
und wenn sie in Begleitung weggehen
und dir unterschiedlich scheinen
und sich nicht mehr umdrehen, nicht umdrehen

die Frauen der Bahnhöfe
und bestimmte Röcke wie Drachen im Sturm
dunkle Eleganz der Kormorane
einen roten Anflug überm Haar
und auf den Händen
aber sie gehen in Begleitung weg
und sind eben doch unterschiedlich
und drehen sich nicht mehr um, drehen sich nicht mehr um

Denn die Frauen in den Bahnhöfen
alle die Frauen, auf die irgendeiner wartet
und nach Augen sucht vom Zugfenster aus
die Augen nicht findet
aber während dessen schon die Hände schwenkt
und wenn er sie als Begleitung mitnimmt
und sie ihm anders vorkommt –
aber sie drehen sich nicht mehr um
sie drehen sich nicht mehr um
3:39
8Kampfstimme [play] [lyrics]

Kampfstimme

[cincopa AUGAnQbk9FSr]
ch höre du hast sie angelegt
deine Kampfstimme
um mir Worte zu sagen die ich schon kenne
wer sagt dass ich bleiben muss
um dir zuzuhören

Ich gehe hinaus. Wie es regnet!
Ich beobachte die Leute und dann all die Schirme wie sich alles bewegt
all die Gesichter die man in dieser Nässe macht
die heute Abend
den Abend ertränkt

es regnet ein Gewitter
es regnet Regen und keine Worte
zwischen uns
es regnet und tut nicht weh
es ist nur Regen es sind keine Worte
zwischen uns
4:10
9Nichts weiter als Blumen [play] [lyrics]

Nichts weiter als Blumen

[cincopa A8CAISL_9Vvs]
.. und dann kommt ein Tag
den scheint ein anderer vorübergehen zu sehen
er scheint der Tag eines anderen
und eines anderen die Sachen, die man macht
und eines anderen die Stimme
und auch der Schatten an den Mauern
und eines anderen auch die Blumen
die ich für dich mitgenommen habe

Und es sind Winterblumen
aber für eine andere Jahreszeit
oder eine andere Erinnerung
die ich jetzt nicht weiß
nichts anderes als Blumen
was sie je werden sagen wollen
wenn man sie erneut ansieht
sagen sie nichts mehr

.. und dann kommt ein Tag
den scheint ein anderer vorübergehen zu sehen
er scheint der Tag eines anderen
und eines anderen das Leben, das gelebt wird
und eines anderen die Stimme
und auch der Schatten an den Mauern
und diese Winterblumen
die ich mitgenommen habe
für dich
4:52
10Auf dem Markt von Porta Palazzo [play] [lyrics]

Auf dem Markt von Porta Palazzo

[cincopa AwCAKTr99lws]
Auf dem Markt von Porta Palazzo
reihen sich ein, reihen sich ein
die Mädels im rechten Alter
reihen sich ein und lungern herum
und lassen gerne raten
was es gibt unter den Röcken
und lassen gerne raten
was es gibt unter den schwarzen Röcken

Und auf dem Lastenkai
stehen sie an, stehen sie an
die Männer, die Arbeit brauchen
steh‘n an für Säcke Zement
und sie lassen sich durchsuchen
unter den Jacken, unter den Jacken
und lassen sich durchsuchen
unter den Jacken, die zu flicken sind

Aber an einem Wintermorgen
es hatte Schnee, es hatte Schnee
war auf dem Platz die Hölle los
und jeder fragte sich: wie und wo?
Von denen auf dem Lastenkai
schreit einer auf, gibt's einen Schrei
und auf dem Platz von Porta Palazzo
reißt die Reihe der Mädels auf

und eine von ihnen liegt am Boden
im Schnee, der sich auflöst
und eine von ihnen liegt am Boden
und alle andern umstehen sie
und um sieben Uhr fünfundvierzig
war er geboren, war er heraus
um sieben Uhr fünfundvierzig,
lag dann auf der Bank zwischen Blumen

Ich bitte um ein Dokument
sagt außer Atem die Wache,
kaum eingetroffen vom Lastenkai
um zu seh‘n, was passiert ist,
ich bitte um ein Dokument
und auch um eine Erklärung
dies ist ein Fall der Niederkunft
auf öffentlichem Boden

Doch Dokumente, die gibt es nicht
und ebenso keinen, der etwas sagt
nur Leute, die ziehen und schieben
rund um die Nelken und Gardenien
Dokumente, die gibt es nicht
und auch kaum was zu dokumentieren
nur dass an einem Wintermorgen
der ganze Platz sein Blümchen wollte

Zurück zum Trott auf dem Lastenkai
zurück zum Lungern, zurück zum Gehabe
der Männer, die Arbeit brauchen
der Mädels im richtigen Alter,
und sie lassen sich durchsuchen
unter den Jacken unter den Jacken
und sie lassen gerne raten
was es gibt unter den schwarzen Röcken
5:38
11Wie am Himmel die Flieger [play] [video] [lyrics]

Wie am Himmel die Flieger

[cincopa A4JAcRLi9dYt]
Und wenn dich jemals wie zufällig
andere Hände gesucht haben
und andere Hände andere Spuren
auf dich zeichneten
wie am Tag die Flugzeuge
wie die Tage auf mich
Marié, Marié, Marié

Und falls dich in den beleuchteten Straßen
andere Stimmen riefen
und andere Stimmen sich vermengten
mit meiner Stimme in dir
wie Wasser in Wasser
voller Erinnerungen, die ich nicht habe
Marié, Marié, Marié

Diese Nacht würde es keine Lieder geben
diese Nacht würde für sich allein vorüberziehen
wie am Himmel die Flugzeuge
wie die Träume, die ich nicht kenne
Marié, Marié, Mariò

Diese Nacht würde es keine Lieder geben
diese Nacht würde vorüberziehen als ob
der Himmel nur für die Flieger wäre
als ob nur die Träume zählten, die ich nicht habe
Marié, Marié, Mariò

Wie der Himmel allein für die Flieger
wie allein die Träume, die ich nicht habe
Marié, Marié, Mariò

wie der Himmel für die Flieger
wie alle Träume, die ich nicht habe
Mariò
4:16
12Das Haus auf dem Hügel [play] [lyrics]

Das Haus auf dem Hügel

[cincopa AoLAwTrw99mt]
Das Haus auf dem Hügel ist schön.
Maria betrachtet es und sagt dann zu mir:
Wie gern würd‘ ich es kaufen,
es wär‘ mein Paradies!

Weiß ist das Haus auf dem Hügel
weiß wie ein Laken
wenn du es anschaust, scheint es zu lachen.
Es ist genau das Haus, das ich will.

Es ist mächtig, das Haus auf dem Hügel.
So viele Zimmer mit Fenstern und Balkonen.
Es würde uns wirklich gut gehn dort oben,
mir, meinem Mann und meinen Kindern.

Mein Vater war der Maurer, er ist
gestorben, noch kalkbeschmutzt.
Er hat das Haus auf dem Hügel gebaut,
er hat es gebaut für reiche Leute.

Und sie kommen im Sommer
bleiben nur zwei Monate und gehn dann wieder,
gerade so viel, sag ich, um das Haus zu halten.
Und ich bin ohne Haus.

Das Haus auf dem Hügel ist schön.
Maria schaut es an und sagt dann zu mir:
ich werde es nie kaufen können,
für die Armen gibt‘s kein Paradies
5:44

DISCO 2

  • HOTEL SUPRAMONTE di F. De Andrè e M. Bubola (Universal Music Publishing Ricordi) 5’30’’

  • LASCIAMI ANDARE di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 4’49’’

  • 3 /4 di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 5’23’’

  • SEMINATORI DI GRANO di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 4’15’’

  • RITALS di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 5’18’’

  • COME LE ONDE DEL MARE di G. Testa (Editions Quai N° 3) 2’33’’

  • LE DONNE NELLE STAZIONI di G. Testa (Editions Quai n. 3) 3’39’’

  • VOCE DA COMBATTIMENTO di G. Testa (Editions Quai N° 3) 4’10’’

  • NIENT’ALTRO CHE FIORI di G. Testa (Editions Quai N° 3) 4’52’’

  • AL MERCATO DI PORTA PALAZZO di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 5’38’’

BIS

  • COME AL CIELO GLI AEROPLANI di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia) 4’16’’

  • LA CA SLA COLIN-A di G. Testa (Editions Quai N° 3) 5’44’’

DVD

  • LE TRAIETTORIE DELLE MONGOLFIERE di G. Testa e F. Bertone (Editions Quai N° 3)

  • NUOVO di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia)

  • DIMESTICHEZZE D’AMOR di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia)

  • LELE di G. Testa (Editions Quai N° 3)

  • 3 /4 di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia)

  • LE DONNE NELLE STAZIONI di G. Testa (Editions Quai n. 3)

  • L’AUTOMOBILE di G. Testa (Editions Quai n. 3)

  • NIENT’ALTRO CHE FIORI di G. Testa (Editions Quai N° 3)

  • POLVERE DI GESSO di G. Testa (Editions Quai N° 3)

  • 20 MILA LEGA (IN FONDO AL MARE) di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia)

  • AL MERCATO DI PORTA PALAZZO di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia)

  • PREFERISCO COSI’ di G. Testa (Editions Quai N° 3)

  • COME AL CIELO GLI AEROPLANI di G. Testa (Edizioni Produzioni Fuorivia)

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